QEMETICA stärkt ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber hohen Energiepreisen: Verkauf des Salzgeschäfts, Aufbau eines neuen Geschäftsbereichs und internationale Expansion

02.06.26
Geschäft

QEMETICA, eine internationale Chemiegruppe mit Hauptsitz in Polen, hat eine vorläufige Vereinbarung über den Verkauf ihres Salzgeschäfts an das internationale Salz- und Düngemittelunternehmen K+S unterzeichnet. Der Wert der Transaktion beläuft sich auf 350 bis 380 Millionen Euro.

QEMETICA stärkt ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber hohen Energiepreisen: Verkauf des Salzgeschäfts, Aufbau eines neuen Geschäftsbereichs und internationale Expansion

Die durch den Verkauf erzielten Mittel wird QEMETICA zur Stärkung der finanziellen Position der Unternehmensgruppe sowie zur Unterstützung ihrer weiteren Entwicklung einsetzen. 

Gleichzeitig gründet das Unternehmen einen neuen Geschäftsbereich: Resource Recovery, dessen Schwerpunkt auf der Nutzung von Abfällen als Energiequelle liegt. Die Gruppe hat bereits eine Ausschreibung für den Bau der größten Müllheizkraftwerksanlage Polens in Inowrocław gestartet. Das Investitionsvolumen wird auf rund 1,5 Milliarden PLN geschätzt. 

Bis zum Jahr 2032 plant QEMETICA die Inbetriebnahme mehrerer weiterer Anlagen dieser Art in Polen, die kommunale oder industrielle Abfälle als Brennstoff nutzen werden. Gemeinsam mit der internationalen Expansion des Unternehmens soll dies die Widerstandsfähigkeit der Gruppe gegenüber den hohen Energiepreisen in Europa deutlich stärken. 

Parallel dazu setzt QEMETICA ihre internationale Expansion fort. Das Unternehmen ist mit seinen Agrarprodukten bereits in den australischen Markt eingetreten und prüft aktiv weitere Wachstumsmöglichkeiten in Nordamerika sowie in Südostasien. 

„Wir geben das Salzgeschäft, das wir in den vergangenen Jahren intensiv und erfolgreich entwickelt haben, in gute Hände. Der Geschäftsbereich hat ein starkes Wachstum verzeichnet – das EBITDA ist von rund 60 Millionen PLN vor einigen Jahren auf aktuell etwa 200 Millionen PLN gestiegen. Nun wird dieser Geschäftsbereich zusammen mit zwei hervorragend funktionierenden Produktionsstandorten in Staßfurt und Janikowo von dem global agierenden Unternehmen K+S übernommen, das seine Weiterentwicklung auf Basis seines Know-hows und seiner starken Marktposition fortsetzen möchte. Die Transaktion ermöglicht es QEMETICA, Kapital freizusetzen und gezielt in strategische Zukunftsbereiche zu investieren. Damit endet eine Ära und zugleich beginnt ein neues Kapitel, in dem die Energiegewinnung aus Abfällen zu einer der tragenden Säulen des weiteren Wachstums unserer Unternehmensgruppe werden wird“, sagt Kamil Majczak, CEO von QEMETICA. 

K+S ist ein international tätiges Salz- und Düngemittelunternehmen mit jahrzehntelanger Erfahrung im Betrieb und Management von Salzwerken. Durch die Übernahme der beiden auf die Herstellung von Spezialsalzen spezialisierten Siedesalzstandorte von QEMETICA baut das Unternehmen sein europäisches Salzgeschäft weiter aus und erschließt zusätzliche Wachstumspotenziale in der Region. 

„Diese Akquisition stellt eine ideale Ergänzung unseres bestehenden Portfolios dar. Wir freuen uns darauf, unsere neuen Kolleginnen und Kollegen in Staßfurt und Janikowo schon bald in der K+S-Familie willkommen zu heißen. Beide Standorte werden ein integraler Bestandteil unseres bestehenden Salzgeschäfts sein und insbesondere in Zentral- und Osteuropa zu unserem zukünftigen Wachstum beitragen“, sagt Dr. Christian H. Meyer, Vorstandsvorsitzender von K+S. 

Zur Umsetzung ihrer strategischen Ziele hat QEMETICA den neuen Geschäftsbereich Resource Recovery gegründet. Für ein Unternehmen der Chemieindustrie, das naturgemäß einen hohen Energiebedarf hat, ist dies eine zentrale Maßnahme zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit sowie zur Sicherung der langfristigen Energieversorgung und operativen Stabilität. 

„Wir müssen eigene Quellen kostengünstiger Energie erschließen, wenn wir unsere Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern wollen. Der erste Schritt in diese Richtung ist der Bau der größten thermischen Abfallverwertungsanlage Polens, die Prozessdampf für das Sodawerk in Inowrocław liefern wird. Doch wir gehen noch weiter: Im Rahmen des neu gegründeten Geschäftsbereichs suchen wir bereits nach weiteren Standorten in ganz Polen für vergleichbare Projekte. Der nächste Standort auf dieser Entwicklungslandkarte wird Janikowo sein“, sagt Kamil Majczak, CEO von QEMETICA. 

Die in Inowrocław auf dem Gelände von QEMETICA Soda Polska entstehende Anlage wird das Sodawerk mit Energie versorgen und dabei mehr als ein Drittel seines Energiebedarfs decken. 

QEMETICA erwartet, dass der Ausbau des Geschäftsbereichs Resource Recovery nicht nur zur langfristigen Sicherung des Energiebedarfs der eigenen Produktionsstandorte beiträgt, sondern zugleich eine neue Einnahmequelle durch den Verkauf von Energie und Wärme schafft. 

„In den nächsten Ausbaustufen beabsichtigen wir, Energie auch externen Kunden sowie den Gemeinden zur Verfügung zu stellen, in denen sich unsere Standorte befinden. Wir möchten ein verlässlicher Partner für Kommunen beim Aufbau effizienter Fernwärmesysteme werden. Auf Basis von Kohle lässt sich dieses Ziel nicht erreichen“, sagt Piotr Kapuściński, der die Leitung des neu gegründeten Geschäftsbereichs Resource Recovery innerhalb der QEMETICA-Gruppe übernommen hat.  

QEMETICA diversifiziert ihr Geschäft nicht nur branchenbezogen, sondern auch geografisch und baut ihre Präsenz auf internationalen Märkten kontinuierlich aus. 

Das Unternehmen hat bereits den Vertrieb von Agrarprodukten in Australien aufgenommen und analysiert derzeit weitere Expansionsmöglichkeiten in anderen Geschäftsbereichen außerhalb Europas. 

„Nicht nur neue Geschäftsfelder, sondern auch die internationale Expansion sollen dazu beitragen, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und das Wachstum der gesamten Unternehmensgruppe voranzutreiben. Wir treten zunehmend selbstbewusster und entschlossener außerhalb des stark regulierten europäischen Marktes auf. Mit Australien ist nun ein weiterer wichtiger Zielmarkt auf unserer Exportlandkarte hinzugekommen. Für uns ist das ein bedeutender Schritt, da wir mit unserem Agro-Geschäft erstmals einen völlig neuen Kontinent erschließen. 

Nach der Übernahme von Produktionsstandorten für gefällte Kieselsäure in den USA und den Niederlanden prüfen wir zudem weitere Wachstumsmöglichkeiten in Nordamerika, wo wir das Silica-Geschäft als einen der wichtigsten Wachstumstreiber der Region sehen. 

Darüber hinaus beobachten wir die Entwicklungen in Asien, insbesondere in Südostasien, sehr aufmerksam. Dort sind die demografischen Rahmenbedingungen günstig und das Wirtschaftswachstum deutlich dynamischer als in Europa“, betont der CEO von QEMETICA.  

Der Abschluss des Verkaufs des Salzgeschäfts ist vorbehaltlich der erforderlichen behördlichen Genehmigungen für das erste Quartal 2027 vorgesehen. 

QEMETICA wird im Rahmen des Verkaufsprozesses von Lazard als Finanzberater begleitet. 

Nasze social media
Zapraszamy do obserwowania głównych mediów społecznościowych:

Zobacz więcej